Einsatzbereich 3

Fertigungsverfahren: Extrusion und Blasformen

Die Ausgangslage: Materialwechsel und neue Geometrien bremsen den Prozess

Ein neues Material, ein geändertes Profil, eine andere Folie oder ein neues Blasteil – solche Änderungen werfen häufig Fragen auf: Ist das Material überhaupt geeignet? Wo liegt das richtige Prozessfenster? Läuft der Prozess stabil? Erschwerend kommt hinzu, dass für Extrusion und Blasformen spezifische rheologische Kennwerte entscheidend sind – die in gängigen Materialdatenbanken aber oft unvollständig oder gar nicht vorhanden sind.

Die Lösung: MatIQ und StrömungsRaum®

Sie starten mit dem, was Sie haben: Klassifizierung der Polymere, grobe Rheologie-Parameter und das relevante Temperaturfenster – optional ergänzt um Linien- oder Werkzeugparameter. Das System sucht auf dieser Basis die bestpassenden Materialien aus der NETZSCH-Datenbank, wobei die Auswahl gezielt auf rheologische Kennwerte ausgerichtet ist.

Die resultierende Materialkarte fokussiert auf die für Extrusion und Blasformen wirklich entscheidenden Größen: isotherme Modelle und Dehnviskosität. PVT-Parameter werden dort berücksichtigt, wo sie für den jeweiligen Anwendungsfall relevant sind. Jede Karte erhält ein Qualitätslabel, das transparent ausweist, welche Prognosen bereits belastbar sind – und wo gezielt Nachmessungen eingesetzt werden sollten, um den größten Gewinn an Prozesssicherheit zu bringen.

Darüber hinaus schlägt das System alternative Materialgruppen vor – bewertet nach CO₂-Bilanz, Preis und Verfügbarkeit. So erweitern Sie Ihre Entscheidungsgrundlage, ohne zusätzlichen Rechercheaufwand. Natürlich nur, wo sinnvoll.

3D-Strömungssimulation mit Geschwindigkeitsverteilung in einem Extrusions- oder Blasformwerkzeug

Ihr Mehrwert auf einen Blick

  • Schnelle Beurteilung der Materialeignung – fundierte Grundlage dank virtuellem Material-Testing, die frühzeitig absichert, bevor kostspielige Prozessversuche beginnen
  • Prozessrelevante Rheologie – Fokus auf die Kennwerte, die für Extrusion und Blasformen wirklich zählen
  • Weniger Messaufwand, gezieltere Investitionen – eine klare Must-have- vs. Optional-Logik zeigt, wo Nachmessungen echten Mehrwert bringen
  • Fundierte Prozessfenster-Bewertung – bessere Entscheidungen, noch bevor Linie oder Werkzeug belastet werden
  • Erweiterte Materialauswahl – alternative Werkstoffe inklusive CO₂-Bilanz, Preis und Verfügbarkeit auf einen Blick